Die Stationsbeschreibungen

 

1. Station: WIE, WAS, WO?
Willkommen zu unserem Aktionstag! Hier erhalten Sie Information zur Ausstellung und deren Ablauf. Außerdem können Sie sich einen Button mit dem Spektrogramm Ihres Namens anfertigen lassen. Sprechen Sie Ihren Namen in das Mikrophon. Am Bildschirm wird er dann in Ihrer individuellen Aussprache als Spektrogramm sichtbar. Wir fertigen daraus einen Button, den Sie als Ihr persönliches Andenken mit nach Hause nehmen können.

2. Station: WIE LANG BRAUCHT DER SCHALL?
Die Geschwindigkeit der Ausbreitung von Schallwellen beträgt ca. 340 m/s (in trockener Luft bei 15° Celsius). Wenn längere Wege zurückgelegt werden müssen, kommt es somit zu Verzögerungen der Schallübertragung.Testen Sie hier, wie sich die Entfernung auf die Schallübertragung auswirkt. Sprechen Sie einen Text in das Mikrophon, über Kopfhörer hören Sie dann Ihre Stimme mit der Verzögerung des eingestellten Abstands.

3. Station: WIE LAUT IST MEINE UMGEBUNG?
Die Lärmkarte des BMLFUW erfasst die Lärmbelastung entlang der Verkehrswege und in den Ballungsräumen Österreichs. Informieren Sie sich hier über die Verteilung der Lärmbelastung in Österreich. Die Lärmkarte zeigt Ihnen die Situation an Ihrem Wohnort und dessen Umgebung.

4. Station: WIE ENTSTEHT SCHALL?
Schallwellen entstehen durch Bewegungen von Molekülen und übertragen sich in der Luft, in Flüssigkeiten und in festen Materialien (Holz, Knochen etc.). Versuchen Sie sich an den Alltagsgegenständen (Joghurtbechern, Kabelrohren, Stimmgabeln etc.) auf dem Tisch dieser Station. Sie machen die Schallwellen und ihre Übertragung nachvollziehbar. Darüber hinaus demonstrieren sie einige besondere Eigenschaften unserer Schallwahrnehmung.

5. Station: WIE SCHÜTZT MAN SICH VOR LÄRM AM ARBEITSPLATZ?
Arbeitszeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Oft sind wir gerade hier starken akustischen Einflüssen ausgesetzt und können hier, wie sonst auch nicht, einfach unsere Ohren schließen. Die AUVA-Spezialisten für Arbeitslärmbekämpfung stehen Ihnen für Diskussion und Beratung zur Verfügung.

6. Station: WIE KOMMUNIZIEREN WIR MIT GESICHTSBEWEGUNGEN?
Menschen produzieren beim Sprechen nicht nur akustische, sondern auch verschiedene sogenannte lautlose Sprachsignale wie z.B. Bewegungen des Gesichts, aus denen sich das akustische Signal rekonstruieren lässt. Sie können eine Software und einen Helm mit Kamera testen, die es erlauben die Bewegungen ihres Gesichts zu erkennen (Lippen, Augenbrauen). Dabei können Sie Zusammenhänge zwischen Sprachlauten und Gesichtsbewegungen sowie Gesichtsbewegungen und kommunikativen Funktionen studieren.

7. Station: WIE LANGE KANN MAN WIE LAUT HÖREN?
Die Lautstärke eines Schallereignisses wird in Dezibel angegeben. Aber nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Dauer eines Schallereignisses hat Auswirkungen auf unser Gehör. Ab einer längeren Belastung von über 85 dB kommt es zu einer Gefährdung des Gehörs. Setzen Sie dem Kunstkopf die Kopfhörer Ihres eigenen Musicplayers auf und spielen die Musik mit der gewohnten Lautstärke ab. Am Monitor sehen Sie dann die wöchentliche Maximaldauer des Hörens in dieser Lautstärke ohne Gefährdung Ihres Gehörs.

8. Station: WIE FUNKTIONIEREN HÖRPROTHESEN UND WIE HÖRT MAN DAMIT?
Hörprothesen sind für Menschen, die ertaubt sind oder taub geboren wurden, eine hilfreiche Unterstützung, um im Alltag eigenständig zurecht zu kommen. Allerdings divergiert das Hören mit Cochleaimplantaten noch immer sehr vom „normalen“ Hörerlebnis. Anhand von mehreren Hörbeispielen bekommen Sie eine Vorstellung des Höreindrucks von Cochleaimplantat-TrägerInnen. Der Vergleich mit dem Original zeigt Ihnen den Unterschied.

9. Station: WIE FUNKTIONIERT EIN HÖRIMPLANTAT?
MED-EL ist eine österreichische Firma, die sich auf die Entwicklung und Produktion von Cochleaimplantaten und anderen implantierbaren Hörsystemen spezialisiert hat. Bei dieser Station bekommen Sie genauere Informationen, wie ein solches Hörimplantat funktioniert, wie es implantiert wird, und Sie haben die Möglichkeit realitätsgetreue Modelle der verschiedenen Implantate in die Hand zu nehmen und zu begutachten.

10. Station: WIE HART IST HART?
Pop-, Gothic-, Techno- und Heavy-Metal-Musik hat neben starken Pegeln meist noch eine weitere spezifische Klangeigenschaft: Musikalische Härte. Dach was ist Härte in der Musik eigentlich? Mit Hilfe von Music Information Retrieval konnte am Institut für Musikwissenschaft ein berechenbares psychoakustisches Modell für Musikalische Härte entwickelt werden. Besucher erhalten einen Überblick darüber, was musikalische Härte ausmacht und können ihre Lieblingsstücke nach musikalischer Härte evaluieren lassen.

11. Station: WIE DÄMPFT MAN SCHALL MIT SCHALL?
Um auch in Großraumbüros konzentrationsstörende Pegelschwankungen gering zu halten werden häufig Geräuschteppiche (mit Rauschen oder bestimmten Ambient-Klängen) verwendet. Im Beitrag werden verschiedene Verfahren vorgestellt und in interaktiven Umgebungen direkt erfahrbar gemacht (Teil des FFG-Projekts 849626 "Sound Masking and Office Design").

12. Station: WIE RATTERN RUMPELSTREIFEN LEISER?
Die warnenden Vibrationen von Rumpelstreifen auf Straßen erhöhen zwar die Verkehrssicherheit, für Anrainer sind sie jedoch aufgrund der erhöhten Lärmbelastung problematisch. Am Institut wird deshalb versucht andere Formgebungen dieser Streifen zu entwickeln, mit denen bei weniger Lärm eine vergleichbare aufmerksamkeitserregende Wirkung für den Fahrer erreicht wird. Versuchen Sie hier die Abstände der Fugen des Rumpelstreifens zu variieren. Der synthetisierte Klang der Simulationssoftware gibt Ihnen einen Eindruck der Wirkung Ihrer Änderungen.

13. Station: WIE GUT HÖRE ICH?
Mit einem Audiogramm lässt sich das Hörvermögen eines Menschen prüfen. Lassen Sie Ihr persönliches Audiogramm erstellen. Die ExpertInnen der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) besprechen mit Ihnen das Ergebnis.

14. Station: WIE WIRKT DER RAUM AUF DEN SCHALL?
Die Gestaltung und Ausstattung von Räumen haben einen großen Einfluss auf dessen akustische Eigenschaften und beeinflussen somit entscheidend unsere Wahrnehmung von akustischen Ereignissen. Anhand eines kleinen Spaziergangs durch einige unterschiedliche Räumen erfahren Sie deren Wirkung auf die Akustik. Holen Sie sich Tipps und Anregungen zur akustischen Verbesserung Ihrer Räume.                          

15. Station: WIE SIMULIERT MAN EINEN AKUSTISCHEN RAUM?
Mit einem kugelförmigen Aufbau aus 91 einzeln ansteuerbaren Lautsprechern können beliebige akustische Szenarien im Raum simuliert werden. Dies dient der Erforschung des räumlichen Hörens und dessen Aspekten wie der Lokalisierung von Schallquellen. Über die Lautsprecher werden Ihnen Tonbeispiele mit räumlich verteilten Schallquellen vorgeführt, die Ihnen das Gefühl geben, sich mitten im Klanggeschehen zu befinden.

16. Station: WIE LAUT IST MEINE STIMME?
Nicht nur Maschinen und Geräte sind laut, auch die menschliche Stimme kann ein nicht zu unterschätzender Lärmfaktor sein. Ob nun spielende Kinder im Hof oder sich unterhaltende Erwachsene im Gasthaus, allesamt können sehr laut werden. Schreien Sie (geschützt durch Kopfhörer) in der Schallkammer in das Mikrophon. Der Monitor außen zeigt Ihre Stimmkraft und setzt sie mit alltäglichen Geräuschen/Lärm in Verbindung. Bitte schützen Sie Ihr Gehör dabei unbedingt mit dem Schallschutz-Kopfhörer!

17. Station: WIE ORTET MAN EINEN KLANG IM LÄRM?
Der Richtungseindruck eines Schallsignals entsteht durch die zeitliche Differenz seines Eintreffens und unseren beiden Ohren. Die Möglichkeit zur Ortung einer Schallquelle ist von immenser Bedeutung, etwa um ein herannahendes Auto ausmachen zu können. Lokalisieren Sie die abgespielten Schallquellen auf dem Touchscreen. Im Anschluss erhalten Sie dann die Auflösung.

18. Station: WIE FÜHRT MAN GESPRÄCHE MIT SCHWERHÖRIGKEIT?Hörschäden können schleichend über die Jahre oder durch ein sehr plötzliches Schallereignis entstehen. Die Art und der Ort der Beeinträchtigung haben Auswirkung auf das Resthörvermögen. In dieser interaktiven Präsentation können Sie sich Hörbeispiele anhören, die so modifiziert wurden, dass sie den Eindruck der jeweiligen Beeinträchtigung (Außenohr-, Mittelohr-, Innenohr-Schwerhörigkeit) vermitteln.

19. Station: WIE LERNT MAN IM LÄRM?
Lernen in einer lauten Umgebung ist schwierig, noch komplizierter wird es beim Erlernen einer Fremdsprache, wo es noch viel mehr um Intonation, Aussprache und Exaktheit geht. In  Klassenräumen, in denen schon aufgrund der großen Personenanzahl ein gewisser Lärmpegel vorhanden ist, fällt das Lernen oft dann besonders schwer. Versuchen Sie hier eine Phantasiesprache zu erlernen – allerdings unter akustisch erschwerten Bedingungen.

20. Station: WIE INTERFERIEREN ZWEI SCHALLWELLEN?
Wenn zwei oder mehrere wellenförmige Signale aufeinandertreffen kann es zu unterschiedlichen Effekten kommen. Einerseits ist es möglich, dass sich die Signale gegenseitig verstärken, andererseits kann auch eine wechselseitige Dämpfung bis hin zur Auslöschung auftreten Variieren Sie die grundlegenden Parameter zweier Sinusschwingungen (Amplitude, Frequenz, Phase) und betrachten Sie das resultierende Gesamtsignal (Summe beider Schwingungen). Sie werden erkennen, dass in Abhängigkeit von den gewählten Werten sowohl konstruktive als auch destruktive Interferenz auftreten kann.

21. Station: WIE LÄSTIG IST LÄRM?
Für die Überprüfung des Erfolgs von Lärmschutzmaßnahmen genügen keine bloßen Zahlen objektiver Messwerte. Es bedarf unbedingt auch der Berücksichtigung des subjektiven Eindrucks der betroffenen Menschen. Machen Sie hier einen psychoakustischen Test. Sie bekommen einige Signale vorgespielt und sind gebeten, diese mit Ihrem Eindruck der Lästigkeit zu bewerten.

22. Station: WIE WIRKEN LÄRMSCHUTZWÄNDE?
Lärmschutzwände haben eine lärmabschirmende Wirkung; sie verhindern teilweise die Ausbreitung des Schalls. Die Wirksamkeit einer Lärmschutzwand hängt von diversen Faktoren ab. Sie können interaktiv die Quell- und Empfängerposition sowie die gewünschte Lärmschutzwand auswählen. Es wird dann akustisch das Signal hinter der Wand synthetisiert.

23. Station: WIE KANN MAN SCHALL ANALYSIEREN?
Seit vielen Jahren entwickeln wir unsere institutseigenen Schallanalyse-Software STx. Anhand dieses Programms werden Schallanalyse und Spektrogramme erklärt.  Sprechen, pfeifen oder singen Sie in das Mikrofon. In Echtzeit wird das Spektrogramm der Signale dargestellt. Anhand eines Memory-Spiels (in 2 Varianten) lässt sich das erworbene Wissen gleich ausprobieren.

24. Station: WIE ENTRAUSCHT MAN EINE AUFNAHME?
Störgeräusche in Tonaufnahmen können sehr lästig sein. Mittels einer am Institut entwickelten Software können störende Elemente aus den Aufnahmen entfernt werden. Zwei Beispielaufnahmen stehen für Sie bereit.  Versuchen Sie selbst, die störenden Geräusche zu orten und herauszuschneiden und somit die Signalqualität zu verbessern.

25. Station: WIE RESTAURIERT MAN MUSIK?
Für die Wiederherstellung/Restaurierung von (z.B. durch Störgeräusche) verloren gegangener Passagen in einer Musikaufnahme kann man auf die Technik des „Audio Inpainting“ zurückgreifen. Sie bekommen über Kopfhörer eine beschädigte Musikaufnahme vorgespielt. Wählen Sie dann aus den Vorschlägen des Computers den passenden aus, um die defekte Stelle zu rekonstruieren. Im Anschluss können Sie das Originalmusikstück mit dem rekonstruierten Musikstück vergleichen.

26. Station: WIE FINDET MAN LÄRM?
Für die Suche nach einer spezifischen Lärmquelle in einem komplexeren System (bspw. einem Eisenbahnzug) kommt die akustische Kamera zum Einsatz. Sie arbeitet mit einem Mikrophonarray, das die zeitliche Verzögerung des Einlangens eines Schallsignals an den einzelnen Mikrophonen auswertet. In der Folge wird der Abstrahlungsort des Geräusches sichtbar dargestellt. Betrachten Sie auf dem Bildschirm die Geräuschquellen im Raum. Sprechen oder klatschen Sie und beobachten die Darstellung der Schallquelle.

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