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Die Stationsbeschreibungen

 

1. Station: Wie sieht mein Name aus?

Mit einem Spektrogramm lässt sich Schall sichtbar machen. Es stellt den zeitlichen Ablauf, die Intensität und die Frequenz eines Klangs dar.Sprechen Sie Ihren Namen in das Mikrophon. Wir fertigen Ihnen daraus einen personalisierten Button mit dem Spektrogramm Ihres Namens in ihrer eigenen Aussprache – Ihr akustischer Fingerabdruck!

2. Station: Wie entsteht Schall?

Schallwellen entstehen durch Bewegungen von Molekülen und übertragen sich in der Luft, in Flüssigkeiten und in festen Materialien (Holz, Knochen etc.).Versuchen Sie sich an den Alltagsgegenständen (Joghurtbechern, Kabelrohren, Stimmgabeln etc.) auf dem Tisch dieser Station. Sie machen die Schallwellen und ihre Übertragung nachvollziehbar. Darüber hinaus demonstrieren sie einige besondere Eigenschaften unserer Schallwahrnehmung.

3. Station: Wie empfinden Tiere Musik?

Experimente haben gezeigt, dass auch Tiere Musikalität empfinden und Vorlieben für verschiedene Klangbilder zeigen. Scheinbar ist dies also keine Besonderheit des Menschen.Überzeugen Sie sich bei dieser Station selbst von der doch recht erstaunlichen Ähnlichkeit des Musikempfindens von Mensch und Tier. Videos zeigen mittanzende oder trommelnde Tiere. Anhand des Beispielaufbaus eines Experimentszenarios sehen Sie, wie diese Erscheinung – gefahrlos für die Tiere – untersucht wird.

4. Station: Wie interferieren zwei Schallwellen?

Wenn zwei oder mehrere wellenförmige Signale aufeinandertreffen kann es zu unterschiedlichen Effekten kommen. Einerseits ist es möglich, dass sich die Signale gegenseitig verstärken, andererseits kann auch eine wechselseitige Dämpfung bis hin zur Auslöschung auftreten.
Variieren Sie die grundlegenden Parameter zweier Sinusschwingungen (Amplitude, Frequenz, Phase) und betrachten Sie das resultierende Gesamtsignal (Summe beider Schwingungen). Sie werden erkennen, dass in Abhängigkeit von den gewählten Werten sowohl konstruktive als auch destruktive Interferenz auftreten kann.

5. Station: Wie entrauscht man eine Aufnahme?

Störgeräusche in Tonaufnahmen können sehr lästig sein. Mittels einer am Institut entwickelten Software können störende Elemente aus den Aufnahmen entfernt werden.
Zwei Beispielaufnahmen stehen für Sie bereit. Versuchen Sie selbst, die störenden Geräusche zu orten und herauszuschneiden und somit die Signalqualität zu verbessern.

6. Station: Wie restauriert man Musik?

Für die Wiederherstellung/Restaurierung von (z.B. durch Störgeräusche) verloren gegangener Passagen in einer Musikaufnahme kann man auf die Technik des „Audio Inpainting“ zurückgreifen.
Sie bekommen über Kopfhörer eine beschädigte Musikaufnahme vorgespielt. Wählen Sie dann aus den Vorschlägen des Computers den passenden aus, um die defekte Stelle zu rekonstruieren. Im Anschluss können Sie das Originalmusikstück mit dem rekonstruierten Musikstück vergleichen.

7. Station: Wie täuscht man das Gehör?

Audiosignale beinhalten zwei wichtige Komponenten: Intensitätsinformation und Phaseninformation. Ohne die Phase geht (fast) gar nichts.
Anhand von Hörbeispielen wird demonstriert, wie eine verfälschte Phase das menschliche Gehör täuschen kann. Was für Möglichkeiten hat man, wenn man keine oder nur gestörte Phaseninformation zur Verfügung hat? Wie wirkt sich (falsche) Phaseninformation auf räumliches Hören aus?

8. Station: Wie lange kann man wie laut hören?

Die Lautstärke eines Schallereignisses wird in Dezibel angegeben. Aber nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Dauer eines Schallereignisses hat Auswirkungen auf unser Gehör. Ab einer längeren Belastung von über 85 dB kommt es zu einer Gefährdung des Gehörs.
Setzen Sie dem Kunstkopf die Kopfhörer Ihres eigenen Music Players auf und spielen die Musik mit der gewohnten Lautstärke ab. Am Monitor sehen Sie dann die wöchentliche Maximaldauer des Hörens in dieser Lautstärke ohne Gefährdung Ihres Gehörs.

9. Station: Wie rattern Rumpelstreifen leiser?

Die warnenden Vibrationen von Rumpelstreifen auf Straßen erhöhen zwar die Verkehrssicherheit, für Anrainer sind sie jedoch aufgrund der erhöhten Lärmbelastung problematisch. Am Institut wird deshalb versucht andere Formgebungen dieser Streifen zu entwickeln, mit denen bei weniger Lärm eine vergleichbare aufmerksamkeitserregende Wirkung für den Fahrer erreicht wird.
Versuchen Sie hier die Abstände der Fugen des Rumpelstreifens zu variieren. Der synthetisierte Klang der Simulationssoftware gibt Ihnen einen Eindruck der Wirkung Ihrer Änderungen.

10. Station: Wie lästig ist Lärm?

Für die Überprüfung des Erfolgs von Lärmschutzmaßnahmen genügen keine bloßen Zahlen objektiver Messwerte. Es bedarf unbedingt auch der Berücksichtigung des subjektiven Eindrucks der betroffenen Menschen.
Machen Sie hier einen psychoakustischen Test. Sie bekommen einige Signale vorgespielt und sind gebeten, diese mit Ihrem Eindruck der Lästigkeit zu bewerten.

11. Station: Wie wirken Lärmschutzwände?

Lärmschutzwände haben eine lärmabschirmende Wirkung; sie verhindern teilweise die Ausbreitung des Schalls. Die Wirksamkeit einer Lärmschutzwand hängt von diversen Faktoren ab.
Sie können interaktiv die Quell- und Empfängerposition sowie die gewünschte Lärmschutzwand auswählen. Es wird dann akustisch das Signal hinter der Wand synthetisiert.

12. Station: Wie findet man Lärm?

Für die Suche nach einer spezifischen Lärmquelle in einem komplexeren System (bspw. einem Eisenbahnzug) kommt die akustische Kamera zum Einsatz. Sie arbeitet mit einem Mikrophonarray, das die zeitliche Verzögerung des Einlangens eines Schallsignals an den einzelnen Mikrophonen auswertet. In der Folge wird der Abstrahlungsort des Geräusches sichtbar dargestellt.
Betrachten Sie auf dem Bildschirm die Geräuschquellen im Raum. Sprechen oder klatschen Sie und beobachten die Darstellung der Schallquelle.

13. Station: Wie lernt man im Lärm?

Lernen in einer lauten Umgebung ist schwierig, noch komplizierter wird es beim Erlernen einer Fremdsprache, wo es noch viel mehr um Intonation, Aussprache und Exaktheit geht. In  Klassenräumen, in denen schon aufgrund der großen Personenanzahl ein gewisser Lärmpegel vorhanden ist, fällt das Lernen oft dann besonders schwer.
Versuchen Sie hier eine Phantasiesprache zu erlernen – allerdings unter akustisch erschwerten Bedingungen.

14. Station: Wie singen Computer Opern?

Während die Stimmen computergenerierter Ansagen (z.B. am Bahnhof oder Flughafen) heutzutage bereits recht gut klingen, stellt Gesungenes eine weit komplexere Herausforderung dar. Es gilt zahlreiche zusätzliche Faktoren wie musikalischen Ausdruck, Harmonie oder Tonalität zu berücksichtigen.
Hören Sie hier computergenerierte Operngesänge. Verändern Sie einige Parameter wie Text oder Noten und hören den Unterschied.

15. Station: Wie schaut das Meidlinger L aus?

Für die Erforschung menschlicher Sprache ist eine genaue Kenntnis der Lautbildung im Mund- und Rachenraum vonnöten. Hierfür werden bildgebende Verfahren eingesetzt. Dies geschieht beispielsweise mit einem Ultrasound Tongue Imaging (UTI) Gerät, das Zungenbewegungen über Ultraschall sichtbar macht.
Sprechen Sie in das UTI und beobachten Sie Ihre eigene Zunge beim Sprechen. Sehen Sie zum Beispiel, was in der Mundhöhle bei der Aussprache des wohl bekanntesten Lauts des Wienerischen – des sogenannten „Meidlinger L“ – geschieht.

16. Station: Wie hört man mit Hörprothesen?

Hörprothesen sind für Menschen, die ertaubt sind oder taub geboren wurden, eine hilfreiche Unterstützung, um im Alltag eigenständig zurecht zu kommen. Allerdings divergiert das Hören mit Cochleaimplantaten noch immer sehr vom „normalen“ Hörerlebnis.
Unterhalten Sie sich mit Ihrem Gegenüber. Ihre Stimme kommt so an, wie sie von Cochleaimplantaten aufbereitet wird.

17. Station: Wie simuliert man einen akustischen Raum?

Mit einem kugelförmigen Aufbau aus 91 einzeln ansteuerbaren Lautsprechern können beliebige akustische Szenarien im Raum simuliert werden. Dies dient der Erforschung des räumlichen Hörens und dessen Aspekten wie der Lokalisierung von Schallquellen.
Über die Lautsprecher werden Ihnen Tonbeispiele mit räumlich verteilten Schallquellen vorgeführt, die Ihnen das Gefühl geben, sich mitten im Klanggeschehen zu befinden.

18. Station: Wie ortet man einen Klang im Lärm?

Der Richtungseindruck eines Schallsignals entsteht durch die zeitliche Differenz seines Eintreffens und unseren beiden Ohren. Die Möglichkeit zur Ortung einer Schallquelle ist von immenser Bedeutung, etwa um ein herannahendes Auto ausmachen zu können.
Lokalisieren Sie die abgespielten Schallquellen auf dem Touchscreen. Im Anschluss erhalten Sie dann die Auflösung.

19. Station: Wir führt man Gespräche mit Schwerhörigkeit?

Hörschäden können schleichend über die Jahre oder durch ein sehr plötzliches Schallereignis entstehen. Die Art und der Ort der Beeinträchtigung haben Auswirkung auf das Resthörvermögen.
In dieser interaktiven Präsentation können Sie sich Hörbeispiele anhören, die so modifiziert wurden, dass sie den Eindruck der jeweiligen Beeinträchtigung (Außenohr-, Mittelohr-, Innenohr-Schwerhörigkeit) vermitteln.

20. Station: Wie laut ist meine Stimme?

Nicht nur Maschinen und Geräte sind laut, auch die menschliche Stimme kann ein nicht zu unterschätzender Lärmfaktor sein. Ob nun spielende Kinder im Hof oder sich unterhaltende Erwachsene im Gasthaus, allesamt können sehr laut werden.
Schreien Sie (geschützt durch Kopfhörer) in der Schallkammer in das Mikrophon. Der Monitor außen zeigt Ihre Stimmkraft und setzt sie mit alltäglichen Geräuschen/Lärm in Verbindung. Bitte schützen Sie Ihr Gehör dabei unbedingt mit dem Schallschutz-Kopfhörer!

21. Station: Wie kann man Schall analysieren?

Seit vielen Jahren entwickeln wir unsere institutseigenen Schallanalyse-Software STx. Anhand dieses Programms werden Schallanalyse und Spektrogramme erklärt.
Sprechen, pfeifen oder singen Sie in das Mikrofon. In Echtzeit wird das Spektrogramm der Signale dargestellt. Anhand eines Memory-Spiels (in 2 Varianten) lässt sich das erworbene Wissen gleich ausprobieren.

22. Station: Wie laut ist meine Umgebung?

Die Lärmkarte des BMLFUW erfasst die Lärmbelastung entlang der Verkehrswege und in den Ballungsräumen Österreichs.
Informieren Sie sich hier über die Verteilung der Lärmbelastung in Österreich. Die Lärmkarte zeigt Ihnen die Situation an Ihrem Wohnort und dessen Umgebung.

23. Station: Wie schützt man sich vor Lärm am Arbeitsplatz?

Arbeitszeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Oft sind wir gerade hier starken akustischen Einflüssen ausgesetzt und können hier, wie sonst auch nicht, einfach unsere Ohren schließen.
Die AUVA-Spezialisten für Arbeitslärmbekämpfung stehen Ihnen für Diskussion und Beratung zur Verfügung.

24. Station: Wie gut höre ich?

Mit einem Audiogramm lässt sich das Hörvermögen eines Menschen prüfen.
Lassen Sie Ihr persönliches Audiogramm erstellen. Die ExpertInnen der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) besprechen mit Ihnen das Ergebnis.

25. Station: Wie funktionieren Hörprothese, und wie hört man damit?

Hörprothesen sind für Menschen, die ertaubt sind oder taub geboren wurden, eine hilfreiche Unterstützung, um im Alltag eigenständig zurecht zu kommen. Allerdings divergiert das Hören mit Cochleaimplantaten noch immer sehr vom „normalen“ Hörerlebnis.
Anhand von mehreren Hörbeispielen bekommen Sie eine Vorstellung des Höreindrucks von Cochleaimplantat-TrägerInnen. Der Vergleich mit dem Original zeigt Ihnen den Unterschied.

26. Station: Wie wirken lärmarme Straßenoberflächen?

Bereits ab mittleren Geschwindigkeiten ist das Rollgeräusch der Reifen auf der Fahrbahn von Kraftfahrzeugen die dominierende Lärmquelle im Straßenverkehr. Lärmarme Fahrbahndeckensind daher eine wichtige Maßnahme zur Lärmreduktion.
Bei dieser Station können Interessierte verschiedene Fahrbahndecken akustisch vergleichen, sowie den Effekt von neuartigen Fahrbahndecken als Lärmschutzmaßnahme interaktiv erkunden.

27. Station: Wie klingt ein Elektrofahrzeug?

Elektrofahrzeuge erzeugen durch das Wegfallen des Verbrennungsmotors bei niedrigen Geschwindigkeiten maßgeblich weniger Lärm als konventionelle KFZ mit Verbrennungsmotor. Mit 1. Juli 2019 tritt deshalb eine EU-Verordnung in Kraft, die für neue E-KFZ ein künstlich generiertes akustisches Warngeräusch vorschreibt. Doch wie gut ist ein Elektrofahrzeug ohne bzw. mit Warngeräusch im täglichen Straßenverkehr hörbar?
Anhand von interaktiven Hörbeispielen können Interessierte testen, ab wann sie in verschiedenen Verkehrssituationen ein herannahendes Elektrofahrzeug akustisch wahrnehmen können.

28. Station: Wie lässt sich Lästigkeit messen?

Die Schallentwicklung von Motorrädern beim Starten, Bremsen und Vorbeifahren wird häufig als besonders störend und lästig empfunden.
Neben dem Pegel sind es auch klangliche Faktoren, die dazu beitragen, dass Motorradgeräusche häufig als extrem lästig und nervig empfunden werden. Durch Ermittlung psychoakustisch relevanter Klangmerkmale konnte am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien ein berechenbares Lästigkeitskonzept entwickelt werden, mit dessen Hilfe sich die klangliche Lästigkeit von Motorradgeräuschen direkt berechnen lässt.

29. Station: Wie laut ist es im Brutkasten?

Inkubatoren sichern häufig das Überleben von zu früh oder mit Komplikationen Geborenen. Jedoch ist die Schallentwicklung in den Brutkästen bei gleichzeitiger Isolation von Außengeräuschen teilweise besonders stark, was sowohl die auditive als auch die seelische Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann.
In einem Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Musikphysiologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien und dem Allgemeinen Krankenhaus Wien wurde die akustische Umgebung eines Inkubators vermessen. BesucherInnen können sich am Stand via VR-Brille und Kopfhörer in die Position eines Frühgeborenen im Brutkasten versetzen und die darin teilweise recht geräuschvolle Umgebung immersiv erfahren.

30. Station: Wie bin ich selbst von Lärm betroffen?

Lärm ist ein Geräusch, das stört, aber was störend ist, ist für jede Person anders. Deshalb können zwischenmenschliche Missverständnisse und Konflikte entstehen. Aber wo empfinde ich in meinem Umfeld eigentlich Lärm, wer oder was stört mich besonders? Wie kann ich mich im Alltag vor Lärm schützen?
In Schulen ist ein Mix von Sensibilisierung, organisatorischen, sozialen und baulichen Maßnahmen sinnvoll und SchülerInnen können dabei ganz aktive Rolle spielen. Wir zeigen an praktischen Beispielen Schritte hin zu „Lernen ohne Lärm“.

 

Aktuelle Termine

Improving speech technology with the open source VOiCES dataset

ISF Gastvortrag von Michael R. Lomnitz

19. September 2019

14.30 Uhr

Seminar Room, Wohllebengasse 12-14 / Erdgeschoß

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SSW10

The 10th ISCA Speech Synthesis Workshop

20. - 22. September 2019

Vienna, Austria

 

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