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Hören mit Cochlea-Implantaten untersucht die Grundfunktionen der auditiven Wahrnehmung bei Personen mit Cochlea-Implantaten. Die bilaterale Versorgung mit Implantaten ermöglicht die Links-Rechts-Lokalisation von Schallquellen in der Horizontalebene, wodurch sich auch die Sprachverständlichkeit bei Hintergrundlärm verbessert. Die Lokalisationen oben/unten und vorne/hinten sind nach wie vor ein Problem. Normalhörende erhalten Lokalisationsinformation von der Ohrmuschel und werten die so genannten Head Related Transfer Functions (HRTF, kopfbezogene Übertragungsfunktionen) für das räumliche Hören aus. Nach numerischer Simulation und akustischer Messung von HRTFs wird untersucht, wie Lokalisationsinformation in die Stimulationsstrategie der Implantatelektroden eingebaut werden kann, sodass bilateral versorgte Implantatträger/Implantatträgerinnen auch Lokalisationen in den Sagittalebenen wahrnehmen können. Die rasche auditive Vorne/hinten-Lokalisation von Schallquellen sollte zuverlässig sein und wird gerade bei implantierten Kindern, die sich im Straßenverkehr bewegen, als wichtig erachtet.

Unsere Ergebnisse und das gewonnene Wissen werden weltweit von Cochleaimplantat-Herstellern übernommen, unter anderem auch von Med-El, einem österreichischen Unternehmen (Hauptstandort Innsbruck).

Derzeitige Hauptprojekte:

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